Jugendhilfe fördert Inklusion mit der Gesamtschule Aachen-Brand (JIB)

Rahmenbedingungen

Das JIB-Angebot ist eine Maßnahme im Rahmen der Hilfen zu Erziehung nach § 27 SGB VIII in Verbindung mit § 29 SGB VIII und der Eingliederungshilfe zur Sicherung der Teilhabe an schulischer Bildung gemäß § 35a SGB VIII.

Das Angebot der Ev. Kinder- und Jugendhilfe Aachen-Brand gGmbH ist ein ressourcen- und lösungsorientiertes Angebot. Es bietet auf den Einzelfall ausgerichtete Lern- und Erfahrungsfelder. In der Praxis wird deshalb an den Stärken der Kinder und Erziehungsberechtigten angeknüpft, um weiterführende Kompetenzen zu stärken. Im Rahmen der erzieherischen Hilfen werden mehrere Kinder inklusiv innerhalb der Schule unterstützt.
Derzeit steht das Angebot in den Jahrgängen 5-7 der Gesamtschule Aachen-Brand 12-16 Schüler/-innen und deren Familien zur Verfügung. Über die Bewilligung der Hilfe entscheidet das Jugendamt.

Zielgruppe

Zielgruppe sind Schüler/-innen, die bis dato und auch zukünftig bei der Teilhabe an schulischer Bildung aufgrund ihrer seelischen Störung beeinträchtigt sind oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist und somit einen erhöhten Förderbedarf gemäß § 35a SGB VIII aufweisen.
Dies kann sich beispielsweise durch Schwierigkeiten in der Kontakt- und Beziehungsgestaltung, emotionalen Verunsicherungen oder daraus resultierenden körperlichen Symptomen äußern.

Das Angebot der Jugendhilfe ist demnach für die Schüler/-innen der Gesamtschule Aachen-Brand geeignet,

Das Angebot

Die pädagogische Arbeit mit differenzierten, pädagogischen Methoden umfasst die folgenden Arbeitsbereiche:

    • Arbeit mit den Schüler/-innen

    Im Schulalltag findet die Unterstützung im Unterricht und in den Pausen statt. Die Intensität hängt vom individuellen Bedarf des Kindes ab. Es werden zielgerichtete Beziehungsangebote gemacht. Die Unterstützung findet im Klassenverband, in Kleingruppen und in strukturierten Einzelkontakten statt. Krisensituationen werden begleitet und Zukunftsperspektiven gemeinsam erarbeitet. Dabei steht die Förderung des Sozialverhaltens und des sozialen Lernens im Vordergrund.
    • Arbeit mit den Eltern oder aktuell sorgenden Bezugspersonen

    Von besonderer Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit den Eltern oder aktuell sorgenden Bezugspersonen. Es finden regelmäßig, verpflichtende Beratungsgespräche statt. Gemeinsam werden die Bezugspersonen darin gestärkt ihre Ressourcen zu erkennen und ermutigt auch schwierige Themen anzugehen. Dabei ist es uns wichtig einen sicheren Ort anzubieten und wertschätzend in Kontakt zu treten. Die gemeinsam erarbeiteten Handlungsstrategien können durch die Zusammenarbeit auch in den Alltag zu Hause übertragen und dort genutzt werden.
    • Kooperationen mit der Schule und dem sozialen Bezugssystem

    Die Vernetzung mit allen helfenden Personen innerhalb und außerhalb der Schule, ist essentiell zur gemeinsamen, bestmöglichen Unterstützung der Familie. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit beispielsweise Lehrkräften, Ärzt*innen, Therapeut*innen und ambulanten Hilfen fester Bestandteil des Angebotes. Dies findet unter anderem durch die Mitarbeit in schulischen Gremien oder vernetzenden Arbeitskreisen statt.

Zielsetzung

Ziel des Angebotes ist die gleichberechtigte Teilhabe aller Schüler/-innen der Gesamtschule Aachen-Brand an der schulischen Bildung durch die Teilnahme am Regelunterricht. Den Kindern und Familien wird nach und nach mehr Verantwortung übertragen, sodass schrittweise die eigenständige Bewältigung des Schulalltages gelingen kann.

Dies beinhaltet folgende Zielsetzungen:

Das Team

Das Team besteht aus acht pädagogischen Fachkräften. Es finden wöchentlich Teambesprechungen statt. Entsprechend des Standards der Ev. Kinder- und Jugendhilfe Aachen-Brand gGmbH erhält das Team, als qualitätssteigernde und -sichernde Maßnahme, regelmäßig Supervision, Fachberatungen und nimmt an Fortbildungen teil.

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